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Entsteht ein neuer Radsport-Boom in Deutschland?


 
Das waren noch Zeiten! Als das Team Telekom mit Jan Ullrich und Erik Zabel zwei der erfolgreichsten Radfahrer in der deutschen Sportgeschichte stellte und ganz Deutschland vor dem Fernseher mitfieberte, wenn Ulle um das Gesamtklassement mitfuhr und Zabel mit seinen Sprints die großen Rundfahrten dominierte. In den 1990er Jahren herrschte ein wahrer Radsport-Boom in der Bundesrepublik. Der Erfolg von Jan Ullrich bei der Tour de France 1997 kann hier sicher als Initialzündung gesehen werden. Doch so rasch die Popularität des Radsports auch in die Höhe schoss, so schnell wandten sich die Leute nach den Dopingskandalen der 2000er Jahren wieder ab. Nun, mehr als 20 nach dem größten deutschen Erfolg im Radsport, scheint das zarte Pflänzchen Radsport jedoch neue Blüten in Deutschland zu treiben.

Vom Aushängeschild zum Sorgenkind

In den Jahren nach Ullrichs großer Erfolgsfahrt schossen die Quoten bei den TV-Übertragungen in die Höhe und die Sponsoren rissen sich um die Sportler. Doch das Damoklesschwert des Dopings schwebte die ganze Zeit über den Köpfen des Pelotons. Immer wieder wurde der Radsport mit Doping in Verbindung gebracht. Die Festina-Affäre von 1998, auf https://www.sueddeutsche.de/ gibt es einen Rückblick, löste schließlich eine ganze Welle an Dopingskandalen aus, die mit der Aufdeckung Lance Armstrongs kriminellen Machenschaften ihren Höhepunkt fand. Desillusioniert musste die Öffentlichkeit feststellen, dass nahezu alle relevanten Fahrer jener Zeit mit leistungssteigernden Mitteln gearbeitet haben. Die ARD zog sich aus der Live-Berichterstattung zurück und auch die Sponsoren kehrten dem Radsport den Rücken. Die Sportart lag am Boden. Eine Chronik des Dopingskandals findet man auf https://www.spiegel.de/.

Ein neuer Geist

Doch es scheint, als sei mit dem „Geständnis“ Armstrongs ein neuer Geist in die Radsport-Szene eingekehrt. Eine neue Generation an Fahrern, darunter viele Deutsche wie John Degenkolb, Maximilian Schachmann oder Emanuel Buchmann, steht für einen sauberen und transparenten Radsport. Auch der mittlerweile zurückgetretene Marcel Kittel entfachte mit seinen Leistungen ein neues Interesse an der Tour de France in Deutschand. Mit 20 Etappensiegen bei den Grand Tours gehört er zu den erfolgreichsten Sprintern Deutschlands. Nochmal gestiegen ist der Fokus auf den Radsport durch den starken vierten Platz von Emanuel Buchmann bei der diesjährigen Frankreichrundfahrt. Bis zum Schluss konnte der Fahrer von Bora-Hansgrohe mit den Topfavoriten mithalten. Mit seiner Leistung beförderte er sich auch für die kommende Tour in den Kreis der Anwärter auf das gelbe Trikot. Topfavorit bei https://www.betfair.com/de ist aber wieder Titelverteidiger Egan Bernal mit einer Quote von 3,0 (Stand 31.10.2019).



Radsportbegeisterung in Deutschland

Dass sie Begeisterung für die Zweiräder in den vergangenen Jahren in Deutschland gestiegen ist, haben die Fans bereits bei der Tour de France 2017 gezeigt. Beim Tour-Auftakt in Düsseldorf säumten trotz Regenwetters Hunderttausende die Straßenränder. Diese Euphorie führte auch zu einer Wiederbelebung der legendären Deutschland-Tour. Vergangenes Jahr war es dann erstmals seit 2008 wieder soweit: die Deutschland-Tour rollte durch das Land. Das Rennen über vier Etappen kam super an, sodass auch in diesem Sommer eine Neuauflage durch den Osten Deutschlands führte. Auch hier besuchten über 500.000 Menschen die Strecke. Das ansprechende Profil und hervorragende Organisation veranlassten die UCI dann dazu, das Rennen in die UCI ProSeries aufzunehmen, wie https://www.deutschland-tour.com/de kürzlich bestätigen konnte.



Für den Radsport in Deutschland kann das nur gut sein. Wir sind gespannt, wie sich die Popularität des Radsports in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln wird.





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